Als Rainer von seinen Freunden Winni Neumann und Egon Schneider anno 1965 gefragt wurde: „Hast Du net Lust a bisserl mitzu(t)drommeln und Musik zu machen“, dachte er nicht, dass er nach 42 Jahre immer noch a bisserl Musik macht.
So gesehen sind er und Egon noch die einzigen musizierenden Dinos aus der Gründerzeit der Ansbacher Rockszene.
1967 tingelte er gemeinsam mit Egon Schneider, Winni Neumann und Bernd Glatter Woche für Woche durch die damals noch zahlreichen GI-Clubs in Ansbach und Illesheim.
Zu dieser Zeit gab es alleine in Ansbach 4 Clubs mit täglicher Livemusik.
Da war der Schwarze Bär mit dem etwas zu groß geratenen Wirt Hofmann, das Cafe Schmidt (heutiges Alt Ansbach) die Florida Bar und der Regina Club (am heutigen Rezatparkplatz)
1969 trennte man sich dann und Rainer ging als Schlagzeuger zu der Soulband „James Head and the Witch is dead“, mit der er durch die NCO Clubs von Bayern tingelte.
Der Sänger dieser Gruppe musste dann 1972 zurück nach USA und auch diese Ära war zu Ende.
Es folgten Gruppierung mit allen möglichen bekannten Musikern aus dem Ansbacher Raum.
1976 wurde dann die Gruppe „Persons“ gegründet. Mit von der Partie waren Egon Schneider, Keili Keilhofer, Donald Kerler und Gustav Zimmermann.
Der Höhepunkt dieser Formation war dann der Auftritt im Jahre 1978 bei der Musiksendung "18, 19… Musik" mit Thomas Gottschalk im Bay. Fernsehen.
Danach kristallisierte sich heraus und Egon, Keili und der Rest der Band gaben auch entsprechende Kommentare dazu ab: „Überlaß doch das Schlagzeug einem Anderen und konzentriere Dich lieber auf’s singen“.
Das Ende vom Lied, man holte Evert Fratermann und der Sänger Rainer Böhm wurde ins Leben gerufen.
1980 kam der nächste Abschnitt. Keili Keilhofer holte ihn als Sänger zu „Blister Chap“.
Man machte gemeinsam die 2. LP „Sweet Lilian“.
Da aber in dieser Zeit die Auftrittsmöglichkeiten mit eigener Musik sehr beschränkt waren, gründete man parallel dazu die Coverband „Gangster“ mit identischer Besetzung. Außer Keili waren noch Clemens Hoga, Helmut Kestler und Klaus Winkler mit von der Partie.
1983 war dann auch diese Epoche vorbei.
Reinhard Hüttinger fragte, ob er nicht in seine neu gegründete Band „Superfreak“ einsteigen möchte. Natürlich wollte er.
Den Namen „Superfreak“ gab es dann 15 Jahre lang und war eine Art Kultband im Mittelfränkischen Raum. Reinhard und Rainer riefen den sogenannten „Rocksport Fasching“ ins Leben, der heute noch ein Begriff bei allen Ansbachern ist.
Im Laufe dieser Jahre änderte sich die Besetzung immer wieder, aber jeder dieser Musiker, ob er Reinhard Hüttinger, Helmut und Gerhard Knörr, Bodo Lehmann, Werner Bleisteiner, Karl Gessler, Clemens Hoga, Friedel Pohrer, Bernie Müller, Al und Jürgen Kreuzer, Gerry Rothmund oder Heike Stern heißt prägte diese Formation.
1997 suchte die bekannte Nürnberger Formation „Saitenspinner“ einen neuen Sänger. Da es sich hier um eine ganz andere Musikrichtung handelte als bisher war Rainer sofort dabei.
1998 mußte er dann aus gesundheitlichen Gründen sich für eine Gruppe entscheiden. Er wählte Saitenspinner und hat es bis zum heutigen Tag nicht bereut.
Alle Mitglieder von Saitenspinner, Manfred Ludwig, Karlo Maisel, Manfred Höfler, Klaus Regler und sein alter Weggefährte Karl Gessler werden ihn am 21.10.07 auf der Bühne in den Kammerspielen unterstützen.
Mit was ? wird nicht verraten. Es soll mal was anderes sein.
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Lineup:
Rainer Böhm - voc.
Manfred Ludwig - guit., voc.
Karl Gessler - keyb., voc.
Karlo Maisel - b., voc.
Klaus Regler - guit., voc.
Manfred Höfler - dr., voc.
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